Hannes Wesselkämper

Hannes Wesselkämper

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Öffentlichkeitsarbeit

Adresse
Seminar für Filmwissenschaft
Kolleg-Forschungsgruppe Cinepoetics
Grunewaldstr. 35
Raum 029 (Anbau)
12165 Berlin

Projektbeschreibung: Spektakel der Oberfläche – Revision eines Konzepts als Modus der Medienästhetik des Films

Das vorliegende Projekt richtet sich gegen eine verallgemeinernde Begrifflichkeit von Spektakel, indem es neu kontextualisiert und als filmästhetischer Modus am Beispiel der Oberfläche aufgefaltet wird. Grundlage hierfür ist die Poiesis des Filme-Sehens, die sich als Akt des Hervorbringens mit audiovisuellen Bildern versteht: Filmische Bilder werden in der Aneignung zum Medium der Herstellung einer geteilten Welt. Das Spektakel als Modus des Ästhetischen ist ein wichtiger Teil dieser Aneignung. Es beschreibt dynamische, permanent veränderliche Relationen von Blick und Ding, die etwa durch einen Fokus auf filmische Oberflächen beschreibbar gemacht werden.

Drei Fallstudien verdeutlichen die Bedeutung von filmischen Oberflächen für dieses Konzept: Diese beziehen sich – ebenso eine Grundlage der Arbeit bei Cinepoetics – nicht auf repräsentierte Sachverhalte, sondern auf mediale Bedingungen menschlichen Wahrnehmens, Verstehens, Urteilens und Imaginierens. In den Filmen UNTER DIR DIE STADT (Christoph Hochhäusler, D 2010), PINK NARCISSUS (James Bidgood, USA 1971) und TERJE VIGEN (Victor Sjöström, SWE 1917) sollen Oberflächen nach diesen Maßgaben eben in ihrer filmästhetischen Verfertigung analysiert werden. Hierbei greife ich im Besonderen auf die Diskussionen und Workshops bei Cinepoetics zum Begriff des Politischen, des Affekts sowie zum Forschungsschwerpunkt Filmisches Bild und historische Erfahrung zurück.

Studium der Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft sowie British-and-American-Studies an der Universität Konstanz und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Arbeit als freier Journalist für Radio und Online, außerdem kuratorische Tätigkeit für verschiedene Filmfestivals. Seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Kolleg-Forschungsgruppe "Cinepoetics - Poetologien audiovisueller Bilder". Promotionsprojekt zum filmischen Spektakel, betreut von Prof. Dr. Michael Wedel.

Sommersemester 19
Nebel: Nexus und Nuancen (spezielle Themen der Mediengeschichte)

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Wintersemester 18/19:

Gastsitzungen zu: Stilgeschichte des Spielfilms (Grundlagen der Film- und Mediengeschichte)

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Aufsätze

"Kein Kind seiner Zeit; oder: Von der Ästhetik des Aushaltens in Roland Klicks BÜBCHEN." In: Hermann Kappelhoff, Christine Lötscher, Daniel Illger (Hg.): Filmische Seitenblicke. Cinepoetische Exkursionen ins Kino von 1968. Berlin: DeGruyter, 2018: 137 - 150. [Link]

"À propos du spectacle. Zur Möglichkeit eines analytisch-produktiven Spektakelbegriffs in der Filmwissenschaft." In: MEDIENwissenschaft 3 (2017): 320 - 334. [Link]

Vorträge

Filmische Oberfläche(n) spüren: PINK NARCISSUS im Spiel von Erscheinen und Verhüllen. NachwuchsforscherInnen-Klausurtagung des Promotionsstudiengangs Cinepoetics. Stralsund, 09.02.2018.

Die Drehtür als filmisches Objekt zwischen Dinghaftigkeit und medialer Selbstreflexion. Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft. Erlangen, 07.10.2017.

"Eine Welt aus Glas und Gesichtern" - Christoph Hochhäuslers UNTER DIR DIE STADT als Spektakel der Oberfläche. NachwuchsforscherInnen-Klausurtagung des Promotionsstudiengangs Cinepoetics. Berlin, 13.01.2017.

Rezensionen

Simon Frisch, Elisabeth Fritz, Rita Rieger (Hg.): Spektakel als ästhetische Kategorie. In: rezensionen:kommunikation:medien, 15. März 2019. [Link]

Benedikt Feiten: Jim Jarmusch. Musik und Narration. In: rezensionen:kommunikation:medien, 7. Juni 2018. [Link]

Dennis Göttel, Florian Krautkrämer (Hg.): Scheiben. Medien der Durchsicht und Reflexion. In: MEDIENwissenschaft 1 (2018): 41f. [Link]

Jennifer L. Creech, Thomas O. Haakenson (Hg.): Spectacle. In: MEDIENwissenschaft 4 (2016): 430f. [Link]