Lynne Cameron

Lynne Cameron

Lynne Cameron

Lynne Cameron ist als Senior Fellow und Artist in Residence Teil der Gruppe internationaler Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die zum ersten Jahresthema Metapher - Kognition und filmisches Denken arbeiten.

Als angewandte Linguistin hat sie viele Jahre zu Metaphern in gesprochenen Diskursen gearbeitet und ihre Forschung in jüngerer Vergangenheit auf Empathie und Versöhnungsarbeit nach politischen Konflikten angewandt. Zu ihren wegweisenden Publikationen zählen unter anderem Metaphor Analysis (mit R. Masen, 2010), Metaphor and Reconciliation (2011) und Researching and Applying Metaphor (mit G. Low, 1999). Sie war Gründungsvorsitzende der Association for Researching and Applying Metaphor (RaAM) und Gründungs-Mitherausgeberin der Zeitschrift Metaphor and the Social World. Zurzeit ist sie Professorin Emerita an der Open University, UK.

Während ihres Aufenthalts in Berlin wird sie sich mit zwei Aspekten der Metapher vertiefend auseinandersetzen: Zum einen wird sie ihre Hypothese einer Negativity Bias von Metaphern im Diskurs anhand von Projekt-Daten untersuchen; zum anderen wird sie Überlegungen zur Rolle von Allusion, Echo und Erinnerung im Gebrauch von Metaphern und ihrer Verbindung mit der Poiesis des Malens entwickeln.

Als zeitgenössische Künstlerin setzt sich Lynne Cameron in ihrer Arbeit mit ihren Eindrücken von und Reaktionen auf bestimmte Orte und die Natur auseinander. Sie nutzt Farbe, Collagen, Déchirage, Schichtungen, Verschleierungen und Verhüllungen um abstrakte, expressionistische Gemälde entstehen zu lassen. Die Gemälde lassen Farbe mit dem Auge der Betrachter zusammentreffen, bieten Form als Geste, und eine Möglichkeit von Schönheit, manchmal begleitet von der Fragilität von Worten. Ihre Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen in London und Leeds ausgestellt.

Das Werk, das durch das Malen neben den WissenschaftlerInnen der Kolleg-Forschungsgruppe entstehen wird, trägt den vorläufigen Titel Our flying shapes the sky. Ihr Studio öffnet sie dabei als einen Versuchsraum für das Aufstellen von Theorien in der Begegnung mit Intuition und künstlerischem Schaffen. 

Lynne Cameron bloggt über ihre Erfahrung unter http://lynnecameron.com/blog