Cinepoetics Lecture #6: Erhard Schüttpelz "Mai 1968 und die Umkehrung des ethnographischen Blicks" (28.05.)

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News vom 08.05.2018

In der sechsten Cinepoetics Lecture thematisiert der Medienwissenschaftler Erhard Schüttpelz (Universität Siegen) das Wesen der Ethnographie und ihrer filmischen Verfertigung. Als Experte für postkolonialistische Theorie, greift er in seinem Vortrag "Mai 1968 und die Umkehrung des ethnographischen Blicks" auf das Werk des Regisseurs Jean Rouch zurück:

"Der Wunsch, die einseitige Beobachtung umzukehren, ist so alt wie die Anthropologie selbst. Unter den Filmemachern ist es Jean Rouch, der am konsequentesten die Inversion (post-)kolonialer Beobachtungsperspektiven in den Mittelpunkt stellte: durch improvisierte Spielfilme, die bereits die frühe Nouvelle Vague inspirierten und in ihrer Mischung aus Scherz und Ernst, Allegorie und Klamauk ihresgleichen suchen."

Die Kolleg-Forschungsgruppe lädt dazu am 28. Mai um 18:00 Uhr in das Kino Arsenal am Potsdamer Platz (Berlin). Der Eintritt für den Vortrag ist frei. Anschließend wird der Film PETIT À PETIT (Jean Rouch, F 1971) gezeigt. Beginn: 20:15 Uhr. Es gelten die üblichen Ticketpreise des Kino Arsenal.

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