Zahlreiche Neuerscheinungen im Oktober und November

Publikationen Herbst 2018

Publikationen Herbst 2018

News vom 01.12.2018

Nachdem zuletzt Eileen Rositzkas Buch Cinematic Corpographies erschienen ist, wurde die englische Cinepoetics-Schriftenreihe im Herbst gleich um mehrere Titel erweitert. Die Arbeit des ersten Forschungsschwerpunkts der Kolleg-Forschungsgruppe, Metapher – Kognition und filmisches Denken, findet Ausdruck in gleich drei neuen Bänden der Reihe.

Einem ähnlichen Problem widmet sich die zweibändige Publikation zu Cornelia Müllers und Hermann Kappelhoffs Konzept der 'Cinematic Metaphor'. Auf Grundlage phänomenologischer Positionen zur verkörperten Wahrnehmung falten Müller und Kappelhoff dieses Konzept in Cinematic Metaphor. Experience – Affectivity – Temporality anhand von mannigfaltigen Fallbeispielen des deutschen und amerikanischen Kinos bis hin zu Nachrichtenbeiträgen und Tangostunden auf. Dabei erarbeiten sie eine Kritik der kognitivistischen Theorien zu Film und Metapher zugunsten eines dynamischen Ansatzes, der Affektivität und Zeitlichkeit in den Fokus rückt.

Der zweite Band zur 'Cinematic Metaphor', mitherausgegeben von Sarah Greifenstein, Dorothea Horst, Thomas Scherer und Christina Schmitt, öffnet den Blick auf verwandte Wissenschaftsfelder, in denen das entwickelte Konzept weiter verfeinert werden kann. So versammelt Cinematic Metaphor in Perspective. Reflections on a Transdisciplinary Framework vielfältige Positionen von Fellows und assoziierten ForscherInnen der Kolleg-Forschungsgruppe Cinepoetics, jeweils ExpertInnen in ihren Fachgebieten. Im Buch finden sich Beiträge von Lynne Cameron und Alan Cienki aus der angewandten und kognitiven Linguistik, Kathrin Fahlenbrach und Michael Wedel aus der Medienwissenschaft bzw. -geschichte sowie Anne Eusterschulte aus der Philosophie und Raymond W. Gibbs, Jr. aus dem Feld der Psychologie.

Ebenfalls als Ergebnis unseres Metaphern-Schwerpunkts erscheint Dorothea Horsts umfangreiche Studie Meaning Making and Political Campaign Advertising. Sie widmet sich deutschen und polnischen Wahlkampagnen der Jahre 2009 bis 2011 aus einer Perspektive, die kognitiv-linguistische Forschung mit Mitteln der Filmanalyse verbindet. So überwindet Horst die vermeintliche Trennung von rationalem (sprachlichen) Diskurs und verkörpertem Wahrnehmung, die noch in weiten Teilen der Forschung zu Metapher und Metonymie Bestand hat.

Auch in der deutschen Schriftenreihe sind im Herbst zwei weitere Bände erschienen. Mit Kognition und Reflexion. Zur Theorie filmischen Denkens legt Hermann Kappelhoff eine grundlegende Arbeit zum Diskurs audiovisueller Bewegtbilder vor. Da Sehen, Hören und Fühlen eine Frage des Mediengebrauchs ist, gilt es, dies als kulturelle Praxis zu untersuchen, mit der Menschen ihre subjektive Wahrnehmungswirklichkeit als Teil einer gemeinsam geteilten Welt zu fassen suchen. Kappelhoff untersucht so das Denken filmischer Bilder, das neue Differenzen und Modalitäten in diese Wirklichkeit einführt.

In einem umfassenden Sammelband, mitherausgegeben von Christine Lötscher und Daniel Illger, widmet sich die Cinepoetics-Schriftenreihe dem Kino des Jahres 1968. Als Kulminationspunkt von heterogenen kulturellen, sozialen und politischen Phänomenen bietet es eine interessante Anknüpfung für die Forschungsperspektive der Kolleg-Forschungsgruppe. Neben den Beiträgen der Sprecher Hermann Kappelhoff und Michael Wedel versammelt Filmische Seitenblicke. Cinepoetische Exkursionen ins Kino von 1968 19 weitere Aufsätze von Cinepoetics-ForscherInnen, -Fellows und dem engeren Forschungskreis.

Die Schriftenreihe erscheint bei De Gruyter, herausgegeben von Hermann Kappelhoff und Michael Wedel, und befasst sich mit Poetologien audiovisueller Bilder. Die Bände der deutschen Reihe sind als Open Access abrufbar und können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

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