Kolleg-Forschungsgruppe Cinepoetics

Die von der DFG geförderte Kolleg-Forschungsgruppe Cinepoetics – Poetologien audiovisueller Bilder hat im Oktober 2015 ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist eine Einrichtung der Freien Universität Berlin, in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.

Cinepoetics beschäftigt sich mit der These, dass filmische Bilder als Akteure im Diskurs audiovisueller Bilder zu verstehen sind, die beständig die Formen menschlichen Wahrnehmens, Fühlens und Denkens verändern bzw. als neue Formen des Denkens auftreten. Ihren Diskurs suchen wir deshalb als eine Geschichte immer neuer Poetiken der Herstellung audiovisuell initiierter Denkprozesse zu fassen, von denen aus sie erst als kulturelle und symbolische Repräsentationen zu bestimmen sind.

Mit diesem Forschungsprogramm kommen filmische Bilder als relationale Gefüge humaner und technischer Prozesse in den Blick, die nicht mit dem medientechnisch generierten Artefakt identisch sind. Vielmehr sind sie als apriorische Bedingungen unseres Verstehens, Urteilens und Imaginierens in spezifischen historischen, kulturellen und medientechnischen Konstellationen zu rekonstruieren.

Unser Ziel ist es, ein solches Verständnis filmischer Bilder

  • theoretisch zu fundieren,

  • in eine Methodologie der Analyse audiovisueller Formen zu überführen

  • und die Geschichte der bewegten Bilder und Töne in ihrer Diskursivität als eine Geschichte ihrer Poetologien in ihren historischen, kulturellen und politischen Dimensionen zu rekonstruieren.

Die Arbeit unserer Forschungsgruppe erfährt wesentliche Impulse aus dem Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen, die als Gäste im Rahmen des internationalen Fellowprogramms oder als assoziierte ForscherInnen aus Berlin und Brandenburg das Kolleg Cinepoetics zu einem Ort der produktiven Diskussion und kreativen Zusammenarbeit werden lassen.

Sprecher

Prof. Dr. Hermann Kappelhoff - Freie Universität Berlin

Prof. Dr. Michael Wedel - Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF